Was ist Pilates?

Pilates ist ein ganzheitliches Ganzkörpertraining, bei dem Atem und Bewegung in Einklang gebracht werden. Es geht um die zentrale Stabilisierung des Rumpfes über die tiefen  Bauch, Rücken- und Beckenbodenmuskeln.

Im Pilates Training arbeitet man stets kontrolliert und konzentriert, wobei die präzise Ausführung der Übungen im Vordergrund steht.

Dabei verändern sich innerhalb kürzester Zeit, Haltung, Ausstrahlung und Beweglichkeit, sowie Muskelausdauer, -straffung und Körperbewusstsein im positiven Sinne.

 

 

 

Pilates gestern und heute:

Das klassische Pilates-Mattenprogramm umfasst eine Anzahl von knapp 40 Übungen, die Pilates in seinem Buch „Return to Life through Contrology“ zusammenfasste. Diese klassischen Übungen waren sehr dynamisch und in einer starren Reihenfolge festgelegt. Die Übungen in extremer Beuge- und Streckpositionen sehr anspruchsvoll und vom Schwierigkeitsgrad extrem hoch.

Nach dem Tod von J.H. Pilates 1967 begannen die wenigen Menschen, die mit ihm gearbeitet haben sein „Werk“ weiterzugeben. Dabei wurden viele Veränderungen vorgenommen und nicht alle waren bemüht die Authentizität des Erfinders zu wahren.

Es entstanden also viele Pilates Richtungen und der Name „Pilates“ wurde nie geschützt. Es steht bis heute jedem frei diese Bezeichnung zu verwenden.

Ideal - in diesem Programm auch umgesetzt- dürfen die sportmedizinischen Erkenntnisse des 21. Jahrhundert nicht ignoriert werden, sondern müssen vielmehr ihren Weg in das heutige Pilates finden, um „altes“ mit „Neuem“ zu verbinden und die klassische Überlieferung zu wahren.

 

 

Die Vorteile von Pilates auf einen Blick:

 

  • Kraft und Spannung der Muskulatur nehmen zu;
  • Eine gestärkte Rumpfmuskulatur sorgt für einen flacheren Bauch und eine schlankere Taille;
  • „Problemzonen“ werden gestrafft;
  • Die Armmuskulatur wird sanft geformt und gekräftigt;
  • Der Abbau von Verspannungen und die Kräftigung der Muskulatur beseitigen haltungsbedingte Kopfschmerzen;
  • Ein aufrechter Gang und die positive Wirkung auf den Rücken verleihen mehr Ausstrahlung;
  • Spezielle Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur wirkt sich positiv auf die Blase und weitere innere Organe aus;
  • Vermehrte Entspannung sorgt für Stressabbau;
  • Die Atmung wird ökonomischer und der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt;
  • Der Körper wird besser durchblutet;
  • Das Lymphsystem arbeitet besser und sorgt für einen schnelleren Abtransport von Giftstoffen aus dem Körper;
  • Die Arbeit des Immunsystems verbessert sich;
  • Knochen und Muskeln lernen, effizient zu arbeiten;
  • Koordination, Konzentration- und Leistungsfähigkeit werden erhöht;

 

Die weichen und fließenden Bewegungen, die an tänzerische Choreographien erinnern, motivieren dazu, immer mehr Perfektion und Präzision anzustreben. Der ständig fortschreitende Erfolg ist wie eine subtile Triebfeder, die das Pilates-Training zur Sucht werden lässt.

… mit Pilates fühlt man sich einfach besser, jünger und gesünder …

 

Die sechs Prinzipien:

 

KONZENTRATION: Bei Jeder Übung wird die Bewegung bewusst ausgeführt, der Körper mental kontrolliert und gelenkt. Die gleichzeitige Integration von Körper, Geist und Atmung erfordert ein hohes Maß an Konzentration, was die Intensität des Trainings mitbestimmt.

ATMUNG: Atem und Bewegung sollen in Einklang kommen. Eine ruhige, fließende Atmung gewährleistet eine gute, ausreichende Sauerstoffversorgung der Muskulatur. Der Atemrhythmus bestimmt primär das Bewegungstempo. Die Atmung darf nie zum Stressfaktor werden, sondern soll vielmehr die Übung erleichtern und die Ausführung unterstützen.              

 

KONTROLLE: Eine bewusste Körperkontrolle steht immer im Vordergrund. Sie schafft die Grundlage für das Erreichen körperlicher und geistiger „Fitness“. In jedem Moment einer Bewegung ist es der „Geist, der den Körper bewegt“.

ZENTRIERUNG: Jegliche Bewegung beginnt in der Körpermitte –Powerhouse-. Die Kraft kommt stets aus einer stabilen Mitte.

PRÄZISION: „Qualität statt Quantität“ – lieber wenige, ganz präzise ausgeführte Wiederholungen als eine Vielzahl unkontrollierte Bewegungen. Das „Streben nach Perfektion“ in den Übungen ist ein Trainingsziel an dem man sicher lebenslang arbeiten kann.

FLIESSENDE BEWEGUNGEN: Innerhalb der Übungen wird ein weicher, fließender und harmonischer Ablauf angestrebt. Innerhalb des Pilates Trainings werden die Übungen ohne Pause im Fluss aneinandergehängt, so dass sich ein dynamischer Ablauf vom Anfang bis zum Ende ergibt.

 

 

Pilates Fachbegriffe:

 

Das „Powerhouse“

Dieser Begriff umschreibt die zu stabilisierende Körpermitte, das „Kraftzentrum“ des Körpers. Dazu gehören: è Die drei Schichten der Beckenbodenmuskulatur

                                             è den queren, sowie den schrägen Bauchmuskeln

                                             è den tiefliegenden Rückenmuskeln

Das Powerhouse wird stets bei den Übungen gehalten, während sich Beine, Arme oder auch die Wirbelsäule bewegt.

Praktische Umsetzung: è Sitzbeinhöcker nach innen oben ziehen

                                         (Körperöffnungen verschließen)

                                      è Bauchnabel einziehen

                                      è Spannung in Gesäß- und Rückenmuskulatur

Die „Box“

Bezeichnet das Rechteck, das sich zwischen beiden Schultern und beiden Hüftgelenken aufspannt.

Praktische Umsetzung: è Schulterblätter nach hinten unten ziehen

                                      è Becken bleibt während der Übung stabil

 

Die Atmung – „Breathing“

Die Hauptatembewegung im Pilates-Training ist die Atmung in den unteren Brustkorb, der sich zu den Seiten und in den Rücken hinein ausdehnt. Pilates verwendet häufig mentale Bilder, die die Atmung während des Übens in einen bestimmten Rhythmus lenkt. So werden z.B. fast  alle Bewegungen des Anhebens und Aufrichtens mit der Einatmung ausgeführt. Dabei ist es einfacher sich einen Faden vorzustellen, der meinen Körper nach oben bewegt. Bei der Ausatmung stellt man sich einen gedachten Widerstand vor, gegen den man drückt.

Wirbelsäulenverlängerung

Eine sehr wichtige Vorstellung bei den Übungen ist die Verlängerung der Wirbelsäule, in dem man sich einen Marionettenspieler vorstellt, der mich nach oben „zieht“. Dies schafft Druckentlastung der Bandscheiben und lässt somit viele der Beuge-, Streck- und Drehbewegungen der Wirbelsäule problemlos und schmerzfrei zu.

Neutrale Wirbelsäulenposition“

So bezeichnet man die Wirbelsäule, die ihre natürliche Krümmung einnimmt. Bei Übungen, v.a. in der Rückenlage ist das Erhalten der neutralen Position mittels des „Powerhouse“ das vorrangige Ziel – der Rücken hält dauerhaft Kontakt zur Matte!

 

Die „Pilates-Position“

Diese bezeichnet die leicht ausgedrehte Position der Füße, bei der die Fersen Kontakt zueinander halten, während die Füße ein kleines „V“ bilden. Die dabei entstehende Außenrotation in den Hüften erhöht die Spannung in der Beckenboden-, Gesäß-, Oberschenkelmuskulatur und den Adduktoren.

 

 

 

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Aktualisiert: 23.Juni 2019